Vortragsabend: Einzigartige Natur Albaniens

Die Gesellschaft Schweiz – Albanien veranstaltet am 10. Juni einen Vortragsabend zum Thema Umwelt in Albanien. Zwei Expterinnen referieren über ihre Aktivitäten zum Schutz der Natur Albaniens.

Foto: Gesellschaft Schweiz - Albanien



Die Natur Albaniens ist einzigartig und eine der grossen Reichtümer des Landes. Die Umwelt ist jedoch auch bedroht. Wie kann sie geschützt werden? Die Gesellschaft Schweiz – Albanien hat zwei Expertinnen eingeladen, um mit ihnen über diese Frage zu diskutieren. Im Mittelpunkt dieses Vortragsabends steht der Fluss Vjosa und der Balkanluchs.

Balkanluchs – Erforschung und Schutz einer bedrohten Tierart

Der Balkan Luchs Lynx lynx balcanicus ist eine akut gefährdete Unterart des Eurasischen Luchses, die nur noch in etwa 40 Exemplaren im Grenzgebiet von Mazedonien und Albanien vorkommt. Lange Zeit verhinderte die instabile Lage in den beiden Ländern den Aufbau eines Artenschutzprogramms. Seit 2006 engagiert sich die Schweizer Tierschutzorganisation «Kora» zusammen mit der Naturschutzorganisationen «EuroNatur» aus Deutschland, »Nina» aus Norwegen, der «Mes» aus Mazedonien und «Ppnea» aus Albanien für die Erhaltung des Balkanluchses.

Manuela von Arx von «Kora» spricht über das Projekt zum Schutz des Balkanluchses.

Vjosa – einer der letzten unverbauten europäischen Flüsse

Die Vjosa ist der letzte grosse Wildfluss Europas. Auf 270 Kilometer Länge fliesst sie ungestört von den Pindusbergen bis ins Mittelmeer. Der Fluss ist bislang weitgehend unerforscht. Doch nun hat die albanische Regierung den Bau eines Grosskraftwerkes beschlossen. Das Bauprojekt mit einer 25 Meter hohen Staumauer würde einen der wertvollsten Flussabschnitte zerstören.

Die deutsche «EuroNatur» Stiftung, welche die Kampagne «Rettet das Blaue Herz Europas» gemeinsam mit Riverwatch koordiniert, setzt sich für den Schutz des Flusses ein.

Theresa Schiller von «EuroNatur» berichtet über das Projekt.

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es eine Diskussion und ein Apéro.

Wann: 10. Juni 2016, 20:00 – 22:30

Wo: Lokal, Voltastrasse 58, 8044 Zürich-Fluntern

Eintritt: 10 CHF

Freier Eintritt für Mitglieder der Gesellschaft Schweiz-Albanien

Zu den Organisationen

Die Gesellschaft Schweiz – Albanien wurde im Dezember 2007 gegründet, um sich für die Förderung der wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Albanien einzusetzen.

«Kora» plant, leitet und koordiniert Forschungsprojekte, die sich mit der Ökologie der Raubtiere in der modernen Kulturlandschaft und mit der Koexistenz von Mensch und Raubtier befassen. Ziele der «Kora» Projekte sind die Erhaltung und das Management der Raubtiere, um ihr langfristiges Überleben zu gewähren. Die lösungsorientierten Projekte tragen auch zur Konfliktregelung bei.

«EuroNatur» konzentriert sich in ihren Projektaktivitäten auf den grenzüberschreitenden Naturschutz in Europa. Als international tätige Naturschutzstiftung hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, das europäische Naturerbe in seiner Vielfalt zu erhalten und wertvolle Natur- und Kulturlandschaften in Europa zu schützen. Die Kernaufgabe der Organisation besteht darin, die vielen Ländergrenzen in Europa im positiven Sinne zu überwinden und Naturschutz auf Kontinent-Ebene zu ermöglichen. Wichtig dabei ist die Kooperation mit bestehenden Naturschutzorganisationen, die in ihrem unmittelbaren Umfeld gut vernetzt sind und erfolgreich arbeiten. ms