Schweizerisch-kosovarischer Architekt nominiert für «Aga Khan Award for Architecture»

Der Schweizer Architekt aus Kosovo, Bujar Nrecaj wurde am 09. Mai 2016 in die Shortlist-Nomination für den «Aga Khan Award for Architecture» nominiert. Nrecaj nimmt mit seinem Projekt «Bunateka» teil.

«Bunateka» - Eine Quelle des Wissens Foto: zVg



Seit 1977 prämiert der «Aga Khan Award for Architecture» alle drei Jahre nachhaltige Bauten, die einen Bezug zum Islam haben. Insgesamt 19 Projekte hat die Jury diese Woche für den Preis vorgeschlagen. Darunter befindet sich auch Bujar Nrecajs Projekt «Bunateka».

«Bunateka» ist ein Wortspiel aus den albanischen Wörtern für Quelle oder Brunnen «bunar» und Bibliothek «biblioteka».  

Nrecaj, der bis zu seinem zwölften Lebensjahr in Kosovo lebte, bildete sich in der Schweiz zum Architekten aus. Als er 17 Jahre später den Kosovo besuchte, musste er sich eingestehen, dass sich nichts geändert hatte. Keine Bibliotheken und keine Bücher standen den jungen und wissenshungrigen Köpfen zur Verfügung.

Die Idee der «Bunateka» war entstanden. Die vier auf sechs Meter grossen Boxen aus Glas und Holz sollen nicht nur als Wissensquelle dienen, sondern auch als Austauschort für Ideen und Gedanken dienen. Bisher wurden acht solcher «Bunatekas» mit der Unterstützung durch die Botschaften von Norwegen und der Schweiz in ländlichen Teilen Kosovos gebaut.

Insgesamt haben sich 348 Projekte für den Architektur-Preis beworben. Aus den 19 Projekten, die noch im Rennen sind, erhält das Siegerprojekt eine Million U.S. Dollar.