Die Schweiz ein Vorbild für soziale Absicherung?

Die Schweiz ist ein Land mit hohem Lebensstandard. Unter anderem können wir uns auf ein perfekt funktionierendes Sozialversicherungssystem verlassen. Oder vielleicht doch nicht? Anschliessend zwei Lücken im Sozialversicherungssystem. Wie zu handeln ist und auf welche Leistungen Sie Anspruch haben, erfahren Sie aus der Diskussion konkreter Fälle.

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Sezer YUSUF, Versicherungs- und Vorsorgeberater Neosana
Sezer YUSUF, Versicherungs- und Vorsorgeberater Neosana

Die Schweiz setzt weltweit Standards im Bereich der Sozialversicherungen. Die AHV-Rente ist einer der höchsten sozialen Dienstleistungen überhaupt. So abgesichert, sollte sich jeder Schweizer Bürger auf das System verlassen können, oder? Nein, so perfekt das System auch scheinen mag, weist es doch diverse Lücken auf. Um Sie auf zwei solche Lücken hinzuweisen, untersuchen wir zwei Fälle.

Albion K.* ist 14 Jahre alt und in der Schweiz geboren. In einem Skilager kommt er von der Piste ab und erleidet daher einen schweren Unfall. Folglich ist er an den Rollstuhl gebunden und ist zu 100 Prozent invalid. Nun, welche Leistungen erhält K.? Jede Person, die in der Schweiz wohnt, hat Anspruch auf Leistungen aus der ersten Säule. Da Albion K. in der Schweiz geboren ist und auch dort wohnt, hat er Anspruch auf eine IV-Rente. Zu dieser dringend benötigten IV-Rente hat der jung Verunfallte erst ab dem 18. Lebensjahr Zugriff; dies bedeutet, dass die Rente ihm erst im volljährigen Alter ausgezahlt wird. Die verbleibenden vier Jahre bis dahin müssen die Eltern alleine überbrücken. Ab 18 Jahren erhält Albion K. eine IV-Rente in Höhe von derzeit 1’562 Schweizer Franken. Damit ist ein menschenwürdiges Leben in der Schweiz nicht möglich. Daher ist K. also auf Ergänzungsleistungen angewiesen.

Fatime Z. ist 29 Jahre alt und ist vor fünf Jahren in die Schweiz gekommen, um hier mit ihrem Mann eine Familie zu gründen und zu leben. Fatime hat drei Kinder und führt gewissenhaft den Haushalt während ihr Mann für das finanzielle Einkommen sorgt. Durch einen unerwarteten Unfall wird Fatime zu 100 Prozent erwerbsunfähig. Welche Leistungen kann die Verunfallte beziehen und in welcher Höhe? Fatime hat Anspruch auf eine IV-Rente in Höhe von 748 Franken, sowie Kinderzulagen von je 299 Franken für jedes Kind, bis zum Ende der Ausbildung. Diese niedrige IV-Rente ist eine Katastrophe für die Familie. Fatimes Ehemann Artan ist verzweifelt, und er weiss nicht, wie er in dieser Situation handeln soll. Seine Frau ist pflegebedürftig und die kleinen Kinder müssen gleichzeitig weiterhin betreut werden. Was bleiben ich,m für Möglichkeiten, die Pflege seiner Frau, den Haushalt, die Kinder, und den Beruf zu balancieren? Sollte er die Schwiegermutter in die Schweiz holen, damit sie die Frau pflegen und auf ihre Enkelkinder aufpassen kann? Wie löst man dann das Problem mit der Bewilligung? Und wie wird die Präsenz der Schwiegermutter bzw. Grossmutter auf den Familienfrieden wirken?

Diese Fälle sind zwei Beispiele von einigen aus vielen Lücken unseres Sozialsystems. Jeder Familienvater, der zu seiner Verantwortung steht, sollte solche möglichen Situationen für seine Familie berechnen lassen. Es lässt sich für jede Situation eine geeignete und zufriedenstellende Lösung finden. Als Sozialversicherungsspezialist erstelle ich Ihnen diese Berechnung gerne kostenlos.

* Die aufgeführten Personen sind fiktiv.

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